Wer das eigentliche, unberührte Åland erleben möchte, fährt nach Brändö. Die Gemeinde liegt im äußersten Nordosten des åländischen Schärengartens, nahe der schwedischen Küste, und besteht aus Dutzenden kleiner Inseln. Hier ist das Leben ruhig, die Landschaft weit und das Gefühl, wirklich am Ende der Welt angekommen zu sein, allgegenwärtig.
Wie kommt man nach Brändö?
Das Besondere an Åland ist sein System kostenloser Inselverbindungen. Zwischen den Inseln des äußeren Schärengartens verkehren kostenlose Fähren, die zum Teil auch Fahrräder und Autos transportieren. Um nach Brändö zu gelangen, reist man in der Regel von Mariehamn aus zunächst in Richtung Norden und nutzt dann die Fährverbindungen durch den Schärengarten. Die genauen Abfahrtszeiten und aktuellen Verbindungen sollte man vor der Reise bei der åländischen Touristinformation erfragen, da sich Fahrpläne saisonal ändern können.
Wer Zeit mitbringt, macht aus der Anreise selbst ein Erlebnis: Jede Fähre bringt einen ein Stück weiter hinaus, die Inseln werden kleiner, die Gewässer weiter und das Blau des Meeres intensiver.
Was erwartet Besucher in Brändö?
Brändö ist kein Ziel für Städtereisende. Es ist ein Ziel für alle, die Natur, Stille und Ursprünglichkeit suchen. Die Inseln sind flach, von Kiefernwäldern und Schären geprägt, und bieten Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Angeln. Kleine Häfen und Anlegestellen laden zum Verweilen ein, und gelegentlich trifft man auf Segelboote, die auf ihrer Passage zwischen Schweden und Finnland hier Rast machen.
- Radfahren: Die ruhigen Wege zwischen den Inseln eignen sich gut für Radtouren. Ein eigenes Fahrrad oder ein gemietetes sollte man möglichst mitbringen.
- Angeln: Die Gewässer rund um Brändö bieten gute Möglichkeiten für Küstenangeln. Typische Arten in åländischen Gewässern sind Hecht, Barsch, Zander, Meerforelle und Strömling.
- Naturbeobachtung: Seevögel und die charakteristische Schärenlandschaft machen Brändö zu einem lohnenden Ziel für Naturfreunde.
- Segeln und Bootfahren: Wer ein eigenes Boot mitbringt, kann die kleinen Sunde und Buchten auf eigene Faust erkunden.
Angeln rund um Brändö
Der äußere Schärengarten Ålands gilt als attraktives Angelrevier. Im Herbst zieht die Meerforelle entlang der Außenküsten, im Frühjahr und Herbst bieten die geschützten Buchten gute Chancen auf Hecht, und Barsch lässt sich die ganze Saison über vom Ufer, von Stegen und kleinen Booten aus fangen.
Wichtig: Angellizenzen für Åland werden über fiskevard.ax erworben — das åländische System ist vollständig vom finnischen Festland getrennt. Viele Gewässer befinden sich im Besitz lokaler Fischereivereinigungen und können eigene Regelungen haben. Kinder unter 18 und Erwachsene über 65 benötigen für das Angeln mit der Rute keine Lizenz. Aktuelle Schonzeiten und Mindestmaße sollte man stets vor dem Angeln auf fiskevard.ax prüfen.
Häufig gestellte Fragen
Q: Brauche ich ein Auto, um Brändö zu erkunden?A: Ein Auto erleichtert die Anreise, ist aber nicht zwingend notwendig. Mit dem Fahrrad und den kostenlosen Inselfähren lässt sich Brändö gut erkunden. Empfehlenswert ist es, sich vorab über aktuelle Fährverbindungen zu informieren, da die Taktung im äußeren Schärengarten geringer ist als auf den inneren Inseln.
Q: Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Brändö?A: In Brändö gibt es lokale Unterkunftsmöglichkeiten, deren Verfügbarkeit saisonal variiert. Es empfiehlt sich, vor der Reise bei Visit Åland oder direkt vor Ort nach aktuellen Angeboten zu fragen und frühzeitig zu buchen, da die Kapazitäten im fernen Schärengarten begrenzt sein können.