Wenn der Sommer auf Åland langsam verblasst und die Wälder sich in warme Rot- und Goldtöne färben, beginnt eine der schönsten Jahreszeiten des Archipels. Für Naturliebhaber ist der Herbst die perfekte Zeit, die Inselwelt zu Fuß zu erkunden und dabei Pilze und Beeren zu sammeln. Abseits von Segelbooten und Fahrrädern bietet Åland im Herbst eine ruhige, fast meditative Erfahrung in unberührter Natur.
Was kann man auf Åland im Herbst sammeln?
Die Wälder und Heideflächen Ålands bieten im Herbst eine vielfältige Ernte. Zu den häufig vorkommenden essbaren Pilzarten in nordischen Wäldern zählen unter anderem Steinpilze, Pfifferlinge und Herbsttrompeten. Auf feuchten Waldböden und in Moorniederungen können je nach Saison und Witterung verschiedene weitere Arten vorkommen.
Beim Beerensammeln sind besonders Heidelbeeren, Preiselbeeren und in manchen Gebieten Brombeeren beliebt. Preiselbeeren reifen meist im Spätsommer und Herbst, halten sich gut und eignen sich hervorragend als kulinarisches Mitbringsel. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt stark vom Wetter des jeweiligen Jahres ab.
Wo sammeln? Die besten Gebiete auf Åland
Auf Åland gilt ein öffentliches Betretungs- und Sammelrecht, das es grundsätzlich erlaubt, Wildpilze und Beeren für den persönlichen Bedarf zu sammeln, solange man die Natur respektiert und keine Schäden anrichtet. Das Recht gilt in der Regel nicht auf privatem Gartenland oder eingezäunten Flächen. Aktuelle Regelungen erfährst du am besten beim lokalen Tourismusbüro.
Zwei besonders empfehlenswerte Gebiete sind das Naturschutzgebiet Ramsholmen nahe Mariehamn in der Gemeinde Jomala mit abwechslungsreichen Waldpfaden sowie die Umgebung von Getabergen in Geta, einem der höchsten Punkte Ålands mit rund 107 Metern über dem Meeresspiegel. Beide Gebiete bieten schöne Kiefernwälder und Heidelandschaft, die sich ideal für herbstliche Sammlertouren eignen.
- Ramsholmen (Jomala) – Naturreservat mit Waldpfaden, gut erreichbar von Mariehamn
- Getabergen (Geta) – hügelige Landschaft, Kiefernwälder und Heideland
- Ländliche Gemeinden – viele ruhige Waldgebiete, im Herbst meist wenig besucht
Tipps für sicheres und nachhaltiges Sammeln
Wer Pilze sammelt, sollte nur Arten einsammeln, die er zweifelsfrei erkennt. Im Zweifel lieber stehen lassen. Gute Bestimmungsbücher oder seriöse Pilz-Apps können eine hilfreiche Ergänzung sein. Lokal organisierte Pilzwanderungen oder Beratungsangebote gibt es in manchen Saisons – erkundige dich beim Tourismusbüro in Mariehamn nach aktuellen Möglichkeiten.
- Korb statt Plastiktüte: Ein Flechtkorb ermöglicht das Atmen der Pilze und hilft bei der Sporenverteilung.
- Nicht zu viel sammeln: Nur so viel mitnehmen, wie man tatsächlich verwerten kann.
- Wetterfeste Ausrüstung: Herbsttage auf Åland können wechselhaft sein – festes Schuhwerk und Regenkleidung sind empfehlenswert.
- Orientierung: Auf kleineren Inseln können Wälder unübersichtlich sein; eine Karte oder GPS-App ist hilfreich.
Frequently Asked Questions
Q: Darf man auf Åland überall Pilze und Beeren sammeln?A: Grundsätzlich gilt auf Åland ein öffentliches Sammelrecht für Wildpilze und Beeren zum persönlichen Bedarf. Ausgenommen sind Privatgrundstücke, Gärten und bestimmte Schutzzonen. Da lokale Regelungen variieren können, empfiehlt sich eine Rückfrage beim Tourismusbüro in Mariehamn vor dem Ausflug.
Q: Wann ist die beste Saison zum Pilze- und Beerensammeln auf Åland?A: Die Hauptsaison liegt in der Regel zwischen August und Oktober. Heidelbeeren sind oft schon im Hochsommer reif, Preiselbeeren und viele Pilzarten folgen im Herbst. Der genaue Zeitpunkt variiert je nach Witterung des jeweiligen Jahres.